Über mich

Ich bin nicht die coolste, beste, schönste oder schlauste Mama der Welt.

Ich bin seine Welt und er ist meine.

Hallo und herzlich Willkommen in meiner kleinen Welt, schaut euch ruhig um und macht es euch gemütlich. Ein kleiner Hinweis vorweg, damit es zu keinen Missverständnissen kommt und keine Schlipse getreten werden: Ich schreibe hier meine Sicht der Dinge, meine Gefühle und meine Erfahrungen nieder. Hin und wieder mischt sich ein Hauch Psychologie dazu, da ich das nun mal studiert habe und auch nicht aus meiner Haut kann 😉 Ich will hier nicht belehren, sondern Erfahrungen teilen, zum Nachdenken anregen und einen Austausch anstoßen. Außerdem schlägt mein Herz für’s Schreiben und Erzählen, daran möchte ich euch gerne teilhaben lassen. Also nehmt mit, was euch gefällt und anspricht, lasst da, was nicht in eure Welt passt! Und kommt jederzeit wieder 🙂

Die Geschichte hinter dem Namen ❤️

Faktencheck

Mutter mit Baby im Arm schwarz weiß
  • Name: Michele
  • Alter: 32 Jahre
  • Sohn: Alexander 09/2018
  • verheiratet
  • Psychologin (M.Sc.)
  • Familienberaterin & Case Managerin
  • Bloggerin und Autorin

Wie das kleine Staubkörnchen mein Leben veränderte…

Unser Start in die Elternschaft war nicht gerade der Einfachste. Mein Mann pflegt zu sagen, dass es richtig harte Arbeit war. Ich benutze eher die Worte ’schmerzhaft‘ und ‚zehrend‘. Denn leider hat es nicht gleich geklappt… zwei Abgänge und eine Eileiterschwangerschaft mussten erst überstanden werden, bis der Test wieder positiv wurde und die Schwangerschaft über die 10 Woche hinaus Bestand hatte. Die Schwangerschaft war aber dann im Großen und Ganzen ok, anfängliche Übelkeit und später Kreislaufprobleme, auf Grund der Hitze im Sommer 2018, waren meine einzigen ungemütlichen Begleiter in dieser Zeit. Ach ja, und die lieben Übungswehen – mein Körper ist da genauso ein Streber wie ich und hat bereits kurz nach der Halbzeit begonnen für den Ernstfall zu üben. Danke dafür…

In der 36. SSW war der Ernstfall dann gekommen, das Körnchen wollte nicht mehr warten, die Beine zu lang, das Becken zu schmal, wer weiß das schon so genau 🙂 Mittels Kaiserschnitt kam er dann zu uns und sein erster Schrei diente mir als Beweis, dass es sowas wie Freudentränen doch gibt. Doch leider währte die Freude nur kurz, denn irgendwer murmelte was von Sauerstoff, der kleine Wagen mit Plexiglasrand wurde an mir vorbei geschoben und dann war erst mal Stille. Wartet – so hatte ich mir das nicht vorgestellt! Hieß es nicht, ich würde ihn gleich zu sehen und auf die Brust gelegt bekommen? Ich bin ganz sicher, dass es die Hebamme so gesagt hatte, also was zum….?!?! 

Entschuldigt… es ging etwas heiß her. Damals und, wie ich gestehen muss, heute auch, während ich diese Zeilen schreibe. 5 Stunden nach der Geburt wurde er zu mir gebracht, die Sauerstoffwerte langsam stabilisierend. Zur Sicherheit wurden wir dann noch in die Uniklinik verlegt, aber das war nur eine Vorsichtsmaßnahme. Denn kaum waren wir zusammen, ging es uns beiden auch schon viel besser. Das war unser Start, der Start einer gemeinsamen Reise. Ich spule mal vor, in die Zeit in der dieser Blog entstanden ist:   

Seit über einem Jahr bin ich jetzt Mutter. Und ihr könnt mir glauben: das hätte ich nicht erwartet! Noch in der Schwangerschaft sagte ich Dinge wie „ich werde wohl die ersten 6 Monate stillen, sofern es klappt. Mehr aber eher nicht.“ Oder auch „Nach einem Jahr geh ich wieder arbeiten. Können ja die Omas auf ihn aufpassen.“ Und meine Mutter wurde nicht müde, immer wieder zu sagen „Oh Gott, das arme Kind. Du wirst eine so strenge Mutter sein und das Kind wird nie dreckig werden dürfen.“ 

Und dann war es da, mein kleines Sternenstaubkorn. Ein kleiner Junge, der mein Herz im Sturm eroberte. Ihn jemand anderem geben? Nicht wirklich. Ihn davon abhalten, schmutzig zu werden, wenn er doch grad so viel Freude dabei hat, den Erdhaufen im Garten um zu graben? Nein. Ihn nicht selber essen lassen, weil es danach aussieht, wie nach einer Essensschlacht – wieder nein. Ich schätze, ihr wisst, worauf ich hinaus will – und vermutlich ist es vielen von euch ähnlich ergangen – es kam einfach anders als gedacht oder erwartet. Es wurde 100 Mal besser 😀 

Denn das kleine Sternenstaubkorn und ich haben unseren eigenen Weg gefunden – gebahnt zwischen all den ‚du stillst noch? Gib ihm mal was vernünftiges!‘ und ‚du musst auch mal loslassen‘ und den unzähligen Erziehungsratgebern (in persona oder litera). Dieser Weg ist viel Liebe und Achtsamkeit, mit einer großen Portion Bauchgefühl. 

Ich habe im vergangenen Jahr sehr viel über mich gelernt, sicher auch deswegen, weil ich Zeit hatte, mich selbst zu erfahren. Ich war eingezwängt – erst Elternhaus und Schule, dann direkt Studium und Job. Und so irrwitzig das klingt, die Elternzeit war die erste Verschnaufpause vom Alltagswahnsinn. Versteht mich nicht falsch – mein Sohn hält mich durchaus auf Trapp. Aber im vergangenen Jahr konnte ich nähen lernen, mit kochen und backen experimentieren, meinen eigenen Modestil finden, mich handwerklich betätigen und schreiben. Ich schrieb Geschichten und Gedichte, einen nahezu fertigen Roman und und und. Was mir eben gerade so einfiel.

Und jetzt schreibe ich das hier – um ein bisschen von meinem Glück mit der Welt zu teilen.


Musiknotiz

Dass ich jetzt einen Blog schreibe, ist eigentlich nur logisch. Seit ich schreiben kann, habe ich Tagebuch geführt. Nicht wirklich täglich à la „Liebes Tagebuch, heute…“, sondern immer dann, wenn in meinem Leben viel los war und ich versucht habe, mich an eine neue Situation anzupassen bzw. zu lernen, damit umzugehen. Das Schreiben diente damals, wie auch heute, als Ventil und hilft mir, meine Gedanken zu sortieren, Klarheit zu gewinnen.

Lustigerweise haben alle meine Tage-/Notizbücher eine Gemeinsamkeit über die Jahrzehnte hinweg: sie enthalten Musik. In den ersten findet man Songtexte, für die ich Kassetten vor und zurück gespult habe, um mitschreiben zu können. Später sind es dann Auszüge aus Songtexten, an den Rand gekritzelt, gewesen. Circa mit 20 begann ich dann mit der Musiknotiz. Diese Notiz fand sich meist am Ende eines Eintrags und war durch einen Notenschlüssel gekennzeichnet. Die Musiknotiz enthielt ein Lied, dass zu meiner aktuellen Stimmung passte oder dessen Inhalt gut meine eigenen Gedanken wiederspiegelte. Manchmal war es aber auch einfach ein Lied, dass mich zu diesem Zeitpunkt geflasht hat.

Diese Angewohnheit möchte ich auch gerne mit den in Blog einfließen lassen. Also nicht wundern, wenn ihr einen Notenschlüssel entdeckt – er ist meine Einladung an euch, tiefer in meine (Gefühls-)Welt einzutauchen 🙂

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