Hausapotheke für die Kleinen

Bär mit Taschentuch, Fieberthermometer und Hustensaft

Mein kleines Staubkorn ist im Moment erkältet, was natürlich kein Weltuntergang ist, aber nunmal auch kein Zuckerschlecken. Wir kennen das ja alle, dieses Paradox aus ‚nur ein kleiner Schnupfen‘ und ‚ich fühle mich hundeelend‘. Die Kleinen trifft es dabei noch härter, weder verstehen sie, warum es ihnen jetzt plötzlich so schlecht geht, noch können sie selbst etwas dagegen tun. Sie können sich auch nicht richtig mitteilen, wo genau es weh tut und was ihnen gut tut. Und für uns Eltern ist der Handlungsspielraum eingeschränkt, weil viele Medikamente noch nicht eingesetzt werden können oder weil man vielleicht auch beschlossen hat, keine Pharmazeutika einzusetzen. Aber ein paar Möglichkeiten gibt es:

Engelwurzbalsam

Oh, ich liebe diesen Balsam, deswegen bekommt er heute auch den ersten Platz in dieser Auflistung. Inzwischen verwende ich ihn sogar selbst, wenn ich erkältet bin. Die Apotheke in unserem Ort stellt diese mit ätherischen Ölen angereicherte Fettsalbe eigens her. Die Lanolin Basis pflegt die Nasenflügel, so werden diese nicht so geschunden und rissig. Und die Öle (Engelwurz, Johanniskraut, Majoran und Thymian) lassen befreit durchatmen! Dank dieser Aromapflege bekommen wir meist trotz Erkältung eine gute Mütze Schlaf. Und das ist Gold wert 😉

Für den Fall, dass der Schnupfen Fahrt aufnimmt und mehr Behandlungsbedarf besteht, empfiehlt es sich noch Kochsalzlösung zum Eintropfen im Haus zu haben. Ab einem Jahr gibt es dann auch schon Nasentropfen mit abschwellender Wirkung. Außerdem ist es gut einen Schleimsauger im Haus zu haben, besonders wenn man stillt. Das kann sonst echt zur Belastungsprobe werden.

Husten bekämpfen

Thymianbalsam

Der nächste Balsam auf meiner Liste hat ähnliche Qualitäten, wie der oben beschriebene Engelwurzbalsam. Das Lavendel-, Sternanis- und Thymianöl lassen das Baby (ab 3 Monaten empfohlen) entspannt durchatmen. Die Salbe wird vor dem Schlafen gehen auf Brust und Rücken aufgetragen (laut Babymassagekurs sollte im Uhrzeigersinn eingecremt werden).

Zwiebeltee/-sud

Ein Sud aus einer halben Zwiebel, gesüßt mit etwas Agavendicksaft oder Honig (ab 1 Jahr) schmeckt gar nicht so schlimm wie es klingt und wirkt Wunder gegen den fiesen Hustenreiz und löst den Schleim.

Thymian-Efeu-Saft

Wer gerne ein Naturheilkunde-Produkt aus der Apotheke kaufen möchte: wir haben sehr gute Erfahrungen mit Thymian-Efeu-Saft zur Bekämpfung von Bronchitis. Ich würde allerdings empfehlen, gleich eine leere Spritze ohne Nadel mit zu kaufen, denn mein kleiner war nicht dazu zu bewegen, den Saft aus dem Messbecher oder einem Schnapsglas zu trinken. Fies wie Mama und Papa manchmal sind, haben wir den Saft mit einer Spritze aufgezogen und ihm so verabreicht.

Brustwickel

Für Wickel möchte ich euch unbedingt das Buch Wickel & Co. – Bärenstarke Hausmittel für Kinder (*Werbung) ans Herz legen. Dieses Buch habe ich jedes Mal in der Hand wenn mein Kleiner krank ist und es wird mich sicher noch lang begleiten. Insgesamt sind die Hausmittel gut beschrieben und erklärt, so fühlt man sich als Mama an die Hand genommen und ziemlich sicher im Umgang mit den Wickeln (Brustwickel, Zwiebelwickel, Wadenwickel usw.)

Wo wir grad beim Thema sind…

Zwiebelwickel

Da mich als Kind des Öfteren die Mittelohrentzündung geplagt hat, brauchte ich kein Buch, um dieses bewährte Hausmittel noch parat zu haben. Ich kann mich sehr gut dran erinnern, dass ich es als kleines Mädchen eigentlich nicht wirklich leiden konnte, ein stinkendes Knäuel um den Kopf herum zu tragen, dann doch aber immer sehr froh war, dass meine Ohrenschmerzen nach lassen. Bis heute kenne ich nichts besseres gegen Ohrenschmerzen. Und das nicht nur, weil die brennenden Augen von den Ohrenschmerzen ablenken 😉 Einfach eine klein geschnittene Zwiebel in die Mitte eines Geschirrtuchs legen, das Geschirrtuch darüber verdrehen, so dass die Zwiebelstücke zu einem kleinen Ball geformt werden und dann rauf auf’s Ohr. Mütze oder Stirnband drüber, fertig.

Ausbaufähig 🙂

Soweit mal eine kurze Zusammenfassung jener Hilfsmittel, die oft im Einsatz sind. Ich werde die Liste sicher noch erweitern und immer wieder aktualisieren, sobald ich was getestet habe oder eine neue Entdeckung gemacht habe.

Welche Hausmittel habt ihr in Verwendung? Was empfehlt ihr immer wieder gerne anderen Mamis?


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Mini-Fußballtor

DIY Impro mit IKEA Spielebogen

kleines Fussballtor selbstgebaut

Nun da mein kleines Staubkorn 15 Monate alt ist und fröhlich durch die Gegend spaziert ist der Spielebogen von IKEA ziemlich uninteressant geworden. Nachdem er nicht mehr darunter liegen wollte, hat er den Spielebogen noch kurz zur Lauflernhilfe umfunktioniert – kein schönes Geräusch wenn die Holzfüße über den Boden geschoben werden aber ok… jetzt wo er Laufen kann steht der Bogen seit bald 3 Monaten ungenutzt herum.

Papa und Sohn üben in der Zwischenzeit schon fleißig Fußball spielen und wenn man diese Freude und den Stolz auf dem pausbackigen Gesicht sieht dann will man einfach irgendwas dazu beitragen. Also hab ich ein bisschen rumgekramt und alles gefunden, was ich für ein kleines Indoor-Fußballtor gebraucht hab.

Da wäre natürlich der Bogen, den wir nicht mehr verwenden. Das gleiche galt für das Kinderwagenmoskitonetz. Dann noch ein paar Wäscheklammern und einen Tacker, so einen hatte ich praktischerweise im Werkzeugkasten.

Mit den Wäscheklammern hab ich das Netz rund um den Bogen befestigt, um es dann zurechtzuscheiden und an Ort und Stelle zu behalten, während ich es fest getackert habe. Die eingesäumte Kante des Netzes ist unten angebracht, damit habe ich mir das Einsäumen gespart. Dann noch den Rand des Netzes rund um festgeklebt und fertig.

Für eine kleine Improvisationsarbeit am 3. dritten Advent ganz passabel und den ersten Test hat es auch gleich bestanden. Wobei Papa dem Sohnemann jetzt erst noch beibringen muss, dass man das Tor nicht durch die Gegend trägt, sondern Bälle hineinbefördert 😀

Der Schluckauf-Moment

Mein Sohn hatte furchtbar oft Schluckauf, als er noch ein Bewohner meines Körpers war. Das war oftmals süß und beruhigend, nachts um drei aber auch manchmal etwas… schlafraubend – gelinde ausgedrückt 😉

Ultraschallbild

Doch die Geburt trennte uns voneinander, machte uns zu zwei getrennt voneinander existierenden Individuen. Da gab es Momente, in denen ich es vermisste, mein kleines Staubkorn gut behütet in mir zu wissen. Und ich hatte das Gefühl, ich müsse ihn erst wieder kennenlernen… ich sah ihn an und fragte: „bist du noch das kleine Wunder, das so viele Wochen und Monate in mir herangewachsen ist?“

So glücklich ich über die Geburt war, so traurig war ich auch über den Verlust dieser intensiven Verbundenheit. Hormongeladen wie man nun mal nach einer Geburt ist, beweinte ich diesen Verlust sogar. Bis…

… er zum ersten Mal außerhalb meines Körpers Schluckauf hatte. Da wusste ich es – er war immer noch mein kleines Wunder. Ich erkannte ihn wieder. Mir treibt es die Tränen in die Augen, während ich das hier schreibe, so überwältigend war der Moment.

Seit dem ist viel Zeit vergangen und es gab weitere kleine, natur- und entwicklungsbedingte Loslösungen. Und jedes Mal wenn mich dieser Umstand wieder etwas traurig macht, denke ich an den *hicks* Schluckauf.

Fingerpuffer

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt und es euch genauso geht wie mir, aber mein Sohn liebt – kurze effektvolle Pause – Türen. So niedergeschrieben wirkt es sogar noch komischer, als ausgesprochen. Auf jeden Fall ist es so und er macht sie gerne auf und zu, zieht sich an ihnen hoch, hat durch sie laufen gelernt usw…

Jetzt mussten wir dauernd Angst haben, dass er sich die Finger einklemmt, was natürlich auch passiert ist. Der liebe Zufall wollte es aber dann so, dass ich auf einer meiner Schmökerrunden durch Pinterest auf diesen Eintrag stieß:

Bine von was eigenes erklärt hier, wie die Türstopper bzw. Türgriffpuffer genäht werden. Sie hat sie angefertigt, weil sie das Klappern ihrer Türen so gestört hat. Bei uns hat zwar nix geklappert, aber die Puffer verhindern praktischerweise auch das Einklemmen kleiner Kinderfinger 🙂

Fingerschutz Türgriff
Fingerschutz

Ich gebe zu, meine Fingerpuffer sind nicht so hübsch geworden, wie die von Bine. Sie erfüllen jedoch ihren Zweck ganz wunderbar und waren eine tolle Übung für mich als Nähanfängerin 😉 Außerdem sind diese Puffer super zur Stoffresteverwertung geeignet.

Lasst uns froh und wertschätzend sein…

Als Eltern kommt man immer wieder in die Situation, dass man die eigene Kindheit und die gemachten Erfahrungen auf dem Prüfstand stellen muss, um entscheiden zu können, wie man mit dem eigenen Kind verfahren möchte.

Für mich ist der Nikolaus-Tag eine solche Herausforderung. Denn meine eigenen Erinnerungen an diesen „Feiertag“ sind nicht unbedingt die Besten. Unser Nikolaus wurde begleitet von einem in schwarzes Fell gehüllten Knecht Ruprecht, der in seinem schwarzen Buch unsere Verfehlungen aufgelistet hatte und seinen Ermahnungen mit der Rute Ausdruck verlieh. Als kleines Mädchen hatte ich große Angst vor diesem schwarzen Mann und war böse mit meiner Mutter, die ihm ja anscheinend verraten hatte, wann ich unartig gewesen bin.

Nun, mein kleines Staubkorn ist dieses Jahr erst 15 Monate alt und versteht das Nikolausfest noch nicht – dieses Jahr muss ich also noch keinen fix fertigen Handlungsplan haben. Aber eines weiß ich genau – es widerspricht meiner wertschätzenden Haltung unserem Kind gegenüber, dass ein wie auch immer gearteter schwarzer Mann, sei es der Krampus oder Knecht Ruprecht, irgendeinen drohenden Einfluss auf meine/unsere Erziehung haben soll. Das gilt aber auch für den Nikolaus selbst.

Ein Nikolaus mit der Botschaft „du bist gut so wie du bist“ hingegen, wird in unserer warmen Stube immer willkommen sein 🙂

Und da wäre natürlich auch noch die Frage, nach der „Echtheit“ des Nikolaus… ohne melodramatisch klingen zu wollen, aber zu behaupten, dass der echte Nikolaus uns besuchen kommt, fühlt sich gelogen an – und ich möchte mein Kind nicht anlügen. Denn ein wertschätzender Umgang bedingt Ehrlichkeit und Authentizität.

Ich will ihm aber auch nicht die Magie des Nikolausfestes und von Weihnachten verderben, ist das magische Denken von Kindern doch etwas unglaublich schönes.

Das lässt mich an das Martinsfest in meiner Grundschule denken – auf einem großen weißen Pferd ritt der heilige Martin in den Schulhof ein, einmal um den Bettler herum und teilte dann seinen Mantel mit ihm. Es war zu jedem Zeitpunkt klar, dass der Mann hoch zu Ross nicht der echte Heilige St. Martin ist, es war eine Aufführung um seine Taten zu würdigen und zu feiern. Die Feier war deswegen um nichts weniger magisch, sie war jedes Jahr aufs Neue wunderschön.

Möglicherweise wird das unser Weg. Mein Bauchgefühl hat zumindest jetzt nach dem Niederschreiben meiner Gedanken viel weniger Einwände als vorher. Und das ist ja auch schon viel wert 😉

Zuckerfreie Kokosbusserl

Pünktlich zum ersten Advent kommt hier ein Keksrezept, dass ohne Zucker auskommt, lecker schmeckt und auch mit wenig Zähnen sehr leicht zu essen ist – Kokosbusserl!

Alles was ihr dafür braucht:

  • Eier
  • Banane
  • Zitronensaft
  • Kokosflocken

Eine Banane auf zwei Eier und mit ca. 100g Kokosflocken ergeben je nach Größe 12-15 Busserl, das Rezept ist dementsprechend anpassbar.

Anleitung

Den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.

Die Banane wird fein püriert und mit einem Schuss Zitronensaft versetzt, damit sie nicht allzu braun wird. Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Aus dem übrigen Eigelb hab ich am Abend Eiermuffins (Siehe Beitrag Meine Rezept-Lieblinge) für meinen Kleinen gemacht.

Banane und Eischnee vermengen und die Kokosflocken ergänzen. Dann die Masse mit einer Teigspritze oder mit zwei Löffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech pressen oder formen. Wer mag kann vorher runde Oblaten auslegen, braucht es aber nicht – ist Geschmacksache 😉

Im Ofen werden die kleinen Leckereien in ungefähr 20 Minuten goldbraun und können, nach einer kurzen Abkühlung gleich vernascht werden.

Und wenn es nicht ganz zuckerfrei sein muss/soll: ein bisschen Staubzucker oben drauf gesiebt und die Bananen-Kokosbusserl sehen aus wie das weihnachtliche Original 🙂

Der Adventsbär

Ich liebe die Adventszeit – den Duft von Keksen und Punsch, der Kerzenschein, der die Welt in ein sanftes, goldenes Licht taucht und die Weihnachtsmusik, in der die Vorfreude auf das Fest der Liebe mitschwingt. Und ich liebe den süßen Countdown zum heiligen Abend, den Adventskalender! Diese Freude wollte ich natürlich auch mit meinem Sohn teilen, nur wie?

Nach ein paar Überlegungen rund um das Thema Adventskalender beschloss ich, dass uns dieses Jahr ein Adventsbär durch diese schöne Zeit des Jahres begleiten sollte.

Adventskalender
unser diesjähriger „Adventskalender“

Unser Adventsbär trägt einen großen Sack voller Geschichten auf dem Rücken, mit denen er uns daran erinnern will, dass wir uns in dieser hektischen Phase auf die kuschligen Momente besinnen sollen. Etwas weniger Stress, etwas weniger Konsum, dafür mehr Zeit füreinander und ganz viel Liebe – so die Botschaft unseres Adventbegleiters.

Mein kleines Staubkorn darf am Abend, bevor wir schlafen gehen, eine kleine Schriftrolle aus dem Sack ziehen und dann, während ich die Geschichte vorlese oder erzähle, mit dem Bären kuscheln. Der Bär ist sooo flauschig, dass er vermutlich in der Adventszeit gleich bei uns im Bett einziehen wird! 😀

Eine der Geschichten im Beutel des Bären ist die Geschichte ‚Steinbock Rudi rettet den Winterschlaf‘ – hier gerne zum Nachlesen oder, wenn sie euch gefällt, auch zum Herunterladen.

Ich wünsche euch und euren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit!

Meine Rezept-Lieblinge

Auf Nachfrage einer Freundin habe ich hier mal ein paar meiner Lieblingsrezepte zusammengestellt – alle sorgfältig nach dem Motto „schnell, einfach und lecker“ ausgewählt und vom Sohnemann getestet und für gut befunden 😉


Selbstgemachte Obstriegel

Wie kommt man denn auf die Idee, sich in die Küche zu stellen und selbst Obstriegel zu machen – bin ich schon gefragt worden. Ziemlich einfach: mein Sohn liebt diese kleinen Früchteriegel und sie sind perfekt für unterwegs. Allerdings sind sie auch teuer und jedes einzeln verpackt – nicht gerade umweltschonend. Und in den Riegeln für Erwachsene ist auch noch meist Honig verarbeitet, etwas worauf ich gerne noch eine Weile verzichten möchte.

Fruchtig frische Obstriegel

Es stellte sich heraus, dass es ziemlich einfach ist, sie selber zu machen! Zugegeben, die richtige Küchenmaschine sollte man schon haben, oder zumindest einen guten Smoothie-Maker und dann eben eher weiches Obst verwenden.

Was man braucht:

  • Backoblaten (rund oder eckig, wie es euch gefällt)
  • 220-250g getrocknetes Obst (ich nehme Datteln als Basis, ca. 70-100g, weil die schön klebrig und süß sind)
  • ~ 75g gemahlene Nüsse, Haferflocken oder Kokosflocken
  • Einen Schuss Saft (Apfel, Birnen, Traube; besser keinen Orangensaft, funktioniert nicht so gut)

Alles, bis auf die Oblaten, in den Mixer, Häxler, Smoothie Maker und solange zerkleinern bis es eine klebrige Masse ist. Nach Bedarf etwas Saft nachgießen oder Flocken ergänzen, wenn die Masse zu nass ist. Und dann das Obst-Nüsse-Gemisch zwischen die Oblaten, andrücken, gegebenenfalls zurecht schneiden und fertig!! In einer Dose im Kühlschrank sind die Riegel gut 7-10 Tage haltbar.

Fingerfood für kleine Finger

Plötzlich war Brei vom Löffel nicht mehr gut genug, die „Selber-selber-selber“-Phase hatte begonnen. Aber der Löffel traf noch nicht wirklich den Mund, also mussten mundgerechte Häppchen für kleine Hände her. Fusilli -Nudeln mit wenig Soße funktionieren ebenso gut wie selbst gemachte Kartoffelwedges oder einfach gekochte Kartoffelschnitze. Etwas Abwechslung bringen die folgenden Ideen in die Kinder-Fingerfood-Küche:

Eier-Muffins

Klingt aufwändig oder fancy? Ist aber in Wirklichkeit nur Rührei aus der Muffinform 😀 Also einfach 2 Eier mit einem Schuss Milch verquirlen, nach Belieben (und Alter des Kindes) mit Salz und Pfeffer würzen und nach Geschmack mit Erbsen, Paprikastücken oder Speckwürfeln ergänzen.

Die Eiermasse in eine Silikonmuffinform einfüllen und bei 190 Grad Umluft für 12-15 Minuten in den Ofen.

Übrigens mit Banane und Heidelbeeren wird das Ganze zu einer zuckerfreien Leckerei -mhhmmmm. Eine zerdrückte Banane auf zwei Eier + 1-2 EL Beeren (frisch gepflückt oder TK) und wieder für 15 Minuten in den Ofen – fertig ist das süße Frühstückchen!

zuckerfreie Banane-Ei-Muffins

Kartoffeltaler

Die Kartoffel ist mein absoluter Küchenheld! So vielseitig und immer lecker. Ich bin sooo froh, dass mein Kleiner meine Begeisterung für die gelbe Knolle teilt und wir uns gemeinsam durch die Erdäpfelspeisekarte schlemmen können. Wenn ich mehr Zeit habe mache ich gerne Pellkartoffel mit Quark, selbstgemachte Pommes oder Wegdes, Rosmarinkartoffelspalten oder Folienkartoffel. Und wenn es Püree gibt, mache ich gleich etwas mehr, denn dann gibts am nächsten Tag schnelle Kartoffeltaler.

Kartoffel-Blattspinat-Taler mit Kräuterquark

Was man braucht:

  • Püree oder gestampfte Kartoffeln
  • Eventuell noch ein anderes gekochtes Gemüse (Blumenkohl, Erbsen, Blattspinat, Karotten, Brokkoli)
  • Mehl
  • Semmelbrösel
  • Öl zum Ausbraten

Die Kartoffeln bzw. das Püree werden mit dem Mehl zu einem Teig vermengt. Eine Mengenangabe ist hier schwierig, weil es ja eine Resteverwertung ist… ein bisschen nach Gefühl. Dann Taler oder kleine Stäbchen formen und diese in den Semmelbröseln wenden. Die kleinen Leckerbissen noch in Öl frittieren und auf Küchenpapier abtropfen lassen – und ab damit auf den Tisch! Funktioniert übrigens auch mit Reis vom Vortag, allerdings braucht man dann noch Eier, um eine homogene Masse zu bekommen, aus der dann Taler geformt werden können.

Apfelmuffins – perfekt für den ersten Geburtstag

Etwas aufwendiger aber richtig lecker und – Trommelwirbel- zuckerfrei sind diese Apfelmuffins:

  • 50 ml Öl (am besten Rapsöl)
  • 160g Kokosjoghurt
  • 2 Eier
  • 3 große Äpfel
  • Zimt und Vanille
  • 250g Dinkelmehl
  • 2 gehäufte TL Backpulver

Der Backofen wird auf 170 Grad Umluft vorgeheizt. Einer der Äpfel wird klein geschnitten und zu Apfelmus weichgekocht. Wenn ihr stattdessen gekauftes Apfelmus verwenden wollt, achtet darauf, dass es zuckerfrei ist und nehm ca. 100g davon. Die anderen beiden Äpfel werden in kleine Stücke geschnitten oder geraspelt.

Das Öl, der Joghurt und die Eier werden in einer Schüssel schaumig geschlagen und dann mit dem inzwischen kalten Apfelmus vermengt. Dann die restlichen Zutaten dazurühren, die Apfelstücke als letztes. Den Teig in eine Silikonmuffinform füllen und ab damit in den Ofen. Je nach Größe der einzelnen Muffins verbleiben diese für 20-30 Minuten auf mittlerer Schiene.

Soweit mal eine erste kleine Sammlung, die ich nach und nach noch erweitern werde. Vielleicht auch um die ein oder andere Leckerei von euch? 😉

Ewiger Speiseplan

Auf sein Bauchgefühl zu hören ist wirklich eine tolle Sache – außer beim Wocheneinkauf! Bei mir geht es meist gar nicht gut aus, wenn ich hungrig oder pappsatt einkaufen gehe.

Schon vor der Corona-Krise wollte ich nicht dauernd in den Supermarkt springen müssen, um die nächste Kleinigkeit zu kaufen. Unterm Strich denke ich auch, dass es auf lange Sicht teurer kommt, wenn man mehrmals die Woche kleine Einkäufe tätigt. Daher gehen wir einmal in der Woche zusammen einkaufen. Der Einkaufszettel wird stetig mit ausgegangenen Artikeln befüllt (das übernimmt Alexa für uns :D) und für die Speisen wird ein Wochenplan erstellt.

Dieser Wochenplan orientiert sich am Ewigen Speiseplan, der für jeden Wochentag eine Speisekategorie vorsieht. Damit wird es nicht langweilig, bietet aber Orientierung, was die Planung angeht.

Ihr kennt das ja sicher: zu viel Auswahl macht das Wählen nur noch schwerer. Und dann sitzt man wieder total frustiert vor dem Einkaufszettel oder steht im Supermarkt und stellt sich die immer wiederkehrende Frage: „Was koche ich denn nun?“

Den Plan gibt es weiter unten zum Download, hier aber schon mal die Speisekategorien, an denen wir uns orientieren. Dann seht ihr, wie das System funktioniert und könnt es an euren Bedarf anpassen. Es macht natürlich einen kleinen Unterschied, an welchem Wochentag man einkaufen geht. Denn die frischeren und verderblicheren Zutaten sollten natürlich gleich mal verarbeitet werden, damit man am Ende der Woche auch nichts wegwerfen muss.

Das Wegwerfen von Lebensmitteln ist übrigens ein weitere Grund, warum wir mit der Wochenplanung begonnen haben, meinen Mann hat das nämlich immer wirklich sauer gemacht – und ganz so unrecht hat er damit ja nicht. Aber jetzt mal zur Übersicht:

  • Montag: Suppe
  • Dienstag: Mehl-/Eierspeise
  • Mittwoch: Nudelvariation (Spaghetti, Tortellini, Gnocchi, Ravioli, usw.)
  • Donnerstag: Pizza/Flammkuchen/Quiche
  • Freitag: Kartoffelvariation
  • Samstag: Reisgericht
  • Sonntag: Fleisch/Fisch/Wunschgericht

Im Plan sind dann noch Ideen für den jeweiligen Tag aufgeführt, das hilft besonders an den ganz unkreativen Tagen.

Die Weiterentwicklung

Wenn man ein Konzept eine Weile verwendet, merkt man manchmal, dass es noch ein bisschen ergänzt werden kann, um eine noch größere Erleichterung zu bieten. Im Fall des Ewigen Speiseplans kam bei mir noch ein Rezeptordner hinzu, jeder Registerplatz ein Wochentag plus ein vegetarisches Register.

Im letzten Registerplatz sammle ich inzwischen die einzelnen speziellen Wochenpläne samt Einkaufsliste, dann habe ich irgendwann eine über das Jahr verteilte Speiseplansammlung, aus der ich nur noch auswählen muss. Damit fällt auf lange Sicht sogar noch die wöchentliche Planungszeit aus 🙂 Juhu 🙂


Hilft euch der Ewige Speiseplan oder wie organisiert ihr euren Wocheneinkauf?

DIY XXL Memory

Die Mutterschaft hat mir die tolle Möglichkeit geschenkt, mich selbst etwas besser kennen zu lernen. Das erste Jahr mit meinem Sohn kam mir vor, wie eine Pause vom Alltag und dem ewigen Rädchen, in dem man so feststeckt – aufstehen, Kaffee trinken, arbeiten gehen, nach Hause fahren, Haushalt machen, schlafen und von vorne.

In dieser tollen Aussenweltpause, in der ich mich selbst einmal auf eine ganz andere, weniger von Erwartungen angetriebenen Weise erleben durfte, hab ich mich mal an einigen kreativen und handwerklichen Projekten versucht. Vorrangig mit dem Ziel, coole Sachen für meinen Kleinen zu kreieren, aber auch um herauszufinden, ob ich solche Sachen eigentlich gerne mache. Klingt vielleicht komisch, aber ich habe mich in meinem Leben so sehr auf lernen und arbeiten konzentriert, dass ich eigentlich gar keine Hobbys habe.

Deswegen hier mal eines meiner Anfänger Projekte – für alle Bastelneulinge wie ich 😉

Ein XXL Memory!

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Das Memory mit den großen Plättchen ist perfekt für kleine Hände und hält auch ein bisschen was aus 😉

Und alles was man dafür braucht sind:

Holzplättchen 15x15cm, Stärke 0,5cm+

Schablonen (Baker Ross Schablonen *)

Acrylstifte (Acrylstifte*)

Die Plättchen hab ich im Bauhaus bekommen, der Herr im Zuschnitt war zwar nicht sehr erfreut aber ging brummelnd ans Werk. Bei Amazon hab ich die perfekten Schablonen gefunden – von Baker Ross! Passen in der Größe, gibt’s in verschiedenen Themenbereichen (Sonnensystem; Meerestiere ; Dschungeltiere ; Bauernhof (*))   und man kann sie abwaschen und wiederverwenden!

Es empfiehlt sich übrigens, die Schablone mit etwas Kreppklebeband an dem Holzplättchen zu fixieren. Und dann immer zwei Plättchen mit dem selben Motiv bemalen, dazwischen etwas trocknen lassen – Fertig!

Viel Spaß beim Spielen 🙂

Ps.: Weil ich grad so im Workflow war, hab ich noch die Kanten abgeschliffen und ein Logo auf der Rückseite angebracht. Sieht cooler aus, wenn alle verdeckt aufgelegt sind und die Kleinen verletzen sich nicht an den Ecken und Kanten.


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