Ein Stachelschwein umarmen…

…oder mein Umgang mit Zorn

Das kleine, wütende Sternenstaubkorn

Ich kann es selbst kaum glauben, das kleine Sternenstaubkorn hat heute Nacht durchgeschlafen – der Wahnsinn 😀 ich selbst war zwar zweimal wach, weil es meinem Unterbewusstsein wohl komisch vorkam, dass sich neben mir nichts rührt, aber das war nicht weiter schlimm und tat meiner guten Laune auch keinen Abbruch.

Was mir dann aber nach und nach die Laune verdorben, war die schlechte Laune meines Sohnes und den gefühlt viertelstündlichen Zornanfällen, wegen nichts und wieder nichts. Und jetzt ist es gerade mal mittags! Deswegen habe ich beschlossen, seinen Mittagschlaf dafür zu verwenden, mir etwas Luft zu verschaffen und über meinen Umgang mit seinem Zorn zu reflektieren.

Wegen nichts und wieder nichts?

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Muttergefühle

So, heute ist also Muttertag. Bereits mein zweiter! Juhu 🙂 Ob meine Mutter sich heute wohl denkt: oh yeah, schon mein 32. Muttertag!!! Ich muss sie das mal fragen. Aber ok, darum soll es hier jetzt nicht gehen. Viel mehr habe ich mir vorgenommen, anlässlich des heutigen Muttertages, ein Erlebnis mit euch zu teilen, das mir letztens widerfahren ist. Und, was noch wichtiger ist, was ich daraufhin beschlossen habe.

Es ist ganz schnell erzählt: ich war mit dem Auto auf der Autobahn und wechselte auf die linke Spur, da sich ein LKW auf dem Beschleunigungsstreifen befand. Der PKW hinter diesem auffahrenden LKW hatte es wohl eilig, denn er zog direkt vom Beschleunigungsstreifen auf die linke Spur. Der aufmerksame Leser erinnert sich, dass ich mich dort befand. Der unaufmerksame Autofahrer hat das aber leider nicht mitbekommen und ich musste richtig richtig fest in die Eisen steigen, um einen Crash zu verhindern.

Das Herz schlug mir bis zum Hals und, ich war dieser Tage bereits etwas nah am Wasser gebaut, ich fing an zu weinen. Denn in meinem Kopf gab es nur einen Gedanken. Mein kleines Sternenstaubkorn ohne Mama. Ohne mich. Ohne zu wissen, wie sehr er meine Welt verändert hatte und wie viel er mir bedeutet. Diese Gedanken verfolgten mich bis nach Hause, wo ich mir ein Notizbuch schnappte und zu schreiben begann.

Die Lösung

Ich denke, ich kann mich insgesamt als eher lösungsorientierten Menschen bezeichnen. Wenn möglich, versuche ich etwas zu finden, dass das Grübeln stoppt oder zumindest verringert. Damit meine ich aber nicht verdrängen, nein. Die Gedanken müssen raus auf dem Kopf, nicht tiefer rein, um es mal bildlich zu benennen. Meine Liebe zum Schreiben ist mir da eine große Hilfe! Wenn mich etwas belastet, ist der Griff zum Stift schon fast vorprogrammiert. Das kann etwas banales sein, wie eine Liste mit Dingen, die noch zu erledigen sind. Oder eine ungefilterte Schimpftirade wegen einer Jobabsage. Oder eben eine Liebeserklärung.

Da ich den Gedanken nur schwer ertragen kann, dass mein Kleiner mich zu früh verliert und dann nicht weiß, wie sehr er geliebt wurde, habe ich beschlossen, es niederzuschreiben. Ein Brief an meinen Sohn, aufbewahrt in der Notfallmappe. Diesen Brief zu schreiben war… puh….hart beschreibt es nicht mal ansatzweise. Die Tempobox wurde ganz schön strapaziert. Aber es beruhigt mich ungemein zu wissen, dass er diese Zeilen haben wird, auch wenn ich hoffe und bete, dass er sie niemals braucht.

Und jetzt muss ich mein Muttertagsglück knuddeln – bis bald 👋

Die Steinmimis

Guten Morgen! Heute nur einen ganz kurzen Beitrag zum Start in den Tag, weil ich super gute Neuigkeiten habe: meine Geschichte „die Mugelmimis und der schlafende Riese“ hat beim Tonies Kurzgeschichten-Wettbewerb gewonnen und wurde als „die Steinmimis“ von Sven van Thom vertont.

Geschichte für den Kreativtonie

Ihr könnt sie euch für euren Kreativtonie herunterladen, in dem ihr auf das Bild klickt oder diesen Link verwendet: https://tonies.de/langepausekurzeweile/

Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit Lea und den Mugelmimis! Lasst mich gerne wissen, wie es euch gefällt 🙂 und gerne mit alle euren Freunden teilen ❤️

Kleiner Funfakt: die Wortschöpfung Mugelmimi verdanke ich meiner kleinen Nichte. Sie ist gleich alt wie mein kleiner Wirbelwind, plappert aber schon wie eine Große 😍 Da ich öfter mal Nudeln als Snack mit auf den Spielplatz oder zum Schwimmen nehme, wurden Tante Mimi und ihr Wort für Nudeln, Mugel, bald zu einer Verknüpfung für sie. Und in meinem Kopf entstanden die Mugelmimis 😉 Kinder sind eben die schönste Inspiration ❤️

Wochenendprojekt „Piratenschiff“

Piratenschiff

Immerhin ein halbes DIY Vorhaben 😉

Der Spielplatz bei uns um die Ecke hat eigentlich alles, was das Herz begehrt. Bis auf Schatten. Und der ist im Sommer irgendwie unverzichtbar. Aktuell hat der Spielplatz, aus gegebenem Anlass, auch noch ein anderes Defizit: er hat geschlossen.

Wie ihr beim Lesen anderer Beiträge vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich ein kleines Energiebündel daheim. Muss vielleicht noch Restenergie von der Reise durch das Universum sein – wer weiß 😊 aber nur zuhause rumsitzen, geht wirklich nicht. Gut, haben wir gesagt, dann investieren wir in ein kleines Spiel- und Kletterparadies für unseren Garten und hoffen, dass wir bald ganz viele Kinder zum Spielen einladen können!

Während ich recherchierte, rief mein Mann sachdienlich dazwischen: „Kesseldruck imprägniert muss es sein!“ oder „vernünftige Anker müssen dabei sein!“ aha, ok. Ich wollte Spiel, Spaß und Aktion, er bestimmte Holzsorten und vernünftige Anker. Was es dann geworden ist?

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Wenn das lang ersehnte Glück ausbleibt…

Alexandra Hayan

Wochenbettdepression

Monate lang hat frau sich vorbereitet. Kleine Bodys und Strampler gekauft, ein kleines Bettchen aufgebaut, vielleicht kleine Wolken ins Kinderzimmer gemalt. Die Hände ruhten bei jeder Gelegenheit schützend auf dem immer größer werdenden Bauch und ein Schluckauf oder ein kleiner Tritt im Inneren löste pure Freude aus.

Und dann war es endlich soweit: das kleine Würmchen kam zu Welt. Um das Krankenhausbett herum strahlende Gesichter. Aber man selbst wusste noch nicht so ganz, wohin mit den Gefühlen… die Trennung schmerzte doch mehr, als erwartet, und die Tränen flossen. Viele Mütter fühlen sich dann schuldig und Gedanken wie ‚Ich sollte mich doch freuen‚ oder ‚was stimmt nicht mit mir, wieso bin ich nicht glücklich?‚ drehen sich im Kopf im Kreis.

Wichtig ist es, zu wissen, dass dieses Gefühlschaos in den ersten Tagen nach der Geburt komplett normal ist. Bis zu 80% der Frauen [Quelle 1] erleben in der ersten Woche nach Entbindung den sogenannten Baby Blues. Diese ‚Heultage‘ sind auf die hormonelle Umstellung im weiblichen Körper zurückzuführen und vergehen von ganz allein. Was aber, wenn nicht?

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Selbstwahrnehmung bei Kleinkindern

Wir sind gestern eine Runde spazieren gegangen und mein Mann trug den Kleinen auf seinen Schultern. Ich hatte ihm zum Schutz gegen die Sonne eine Schildmütze aufgesetzt. Als die beiden ein Auto passierten und Alexander sich in der Spiegelung entdeckte, fasste er sich an die Mütze, wie um zu überprüfen, ob sie auf seinem Kopf zu finden war. Die Psychologin in mir jubelte – Zeit für den Spiegeltest 🙂

Frosch im Spiegel

Spiegeltest? Was ist das?

Der Spiegeltest (oder auch Roguetest) ist ein Experiment zur Selbstwahrnehmung und kommt in der Entwicklungspsychologie zum Einsatz. Es wurde 1972 von Beulah Amsterdam entwickelt.

Das klingt jetzt komplizierter, als es in Wirklichkeit ist. Es geht nämlich einfach nur um die Frage, ob ein Kleinkind schon ein Selbstbild hat, bei dem es eine Veränderung wahrnehmen kann. Das kann z.B. überprüft werden, in dem man dem Kind einen roten Punkt auf die Nase malt und dann beobachtet, wie das Kind auf sein Spiegelbild reagiert. Versucht es sich selbst den Punkt von der Nase zu wischen? Oder will es den roten Punkt im Spiegel berühren?

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Projekte für‘s #dahoambleiben

Warum kleine Projekte wichtig sind und was ich so alles geplant hab 😉

Gerade vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel gelesen, in dem sich die Autorin über den „Selbstoptimierungswahn“ beschwerte, der ihrer Ansicht nach seit der Quarantäne auf Instagram zur Schau gestellt wird.

Abgesehen davon, dass Instagram sowieso eine Plattform der Selbstdarstellung und Selbstoptimierung ist, hat mich dieser Artikel auch noch aus einem anderen Grund geärgert. Denn die Autorin zeigt darin relativ wenig Einfühlungsvermögen und rät „einfach mal Handy weglegen und nichts tun“.

Versteht mich nicht falsch, es ist gesund, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und mal nichts zu tun. Genau in sich hineinzuhören , was einem gut tut und was nicht. Was man braucht und was einen vielleicht vergiftet. Aber ebenso gesund ist es, seinen Stunden und Tagen Sinn und Bedeutung zu geben, in dem man sie mit kleinen Projekten und einer Tagesstruktur füllt. Das hilft uns, diesen Marathon mental gesund durchzustehen.

Meine kleine Liste

Ein kleines Geständnis: ich liebe Listen und Pläne ☺️ Es macht mich glücklich, sie zu schreiben und dann die einzelnen Punkte abzuhaken. Bei uns hängt eigentlich immer eine Liste am Kühlschrank, auf der Ideen notiert sind, was man als Nächstes machen könnte. Oder eben, was man während der Ausgangssperre angehen will. Hier die aktuellen Punkte:

  • Matti, der Drache, fertig schreiben ✔️
  • Kleidung reparieren/umnähen
  • Spieltisch mit Tafelfolie überziehen
  • Spielküche nähen ✔️
  • Bowling Pins häkeln
  • 30 Tage Yoga Challenge von Mady Morrison
  • Fachartikel überarbeiten
  • Quilt aus Babykleidung (?)
  • Handy ausmisten/Fotos sortieren
  • „Mama, nicht schreien“ fertig lesen

Der ein oder andere Punkt ist bereits erledigt ✔️, an anderen arbeite ich noch. Die Kindergeschichte, über den kleinen Drachen ohne Flügel, kennt ihr bereits und die Spielküche hab ich euch auch schon gezeigt. Der Fachartikel beinhaltet die Ergebnisse meiner Abschlussarbeit über Wochenbettdepression und wartet auf eine Überarbeitung. Die Yoga-Challenge von Mady Morrison wurde mir empfohlen, weil ich aktuell nicht zur Physiotherapie gehen kann und dringend an meiner Mobilität im unteren Rücken arbeiten muss. Und was soll ich sagen: es hilft wirklich! Schon seit Tagen keine Rückenschmerzen mehr!!!

Der Quillt aus zu klein gewordener Babykleidung ist bisher noch nur eine Idee, noch nicht in Umsetzung. Ich bin mir da noch nicht ganz sicher… was denkt ihr, wäre das eine schöne Idee? Vielleicht als Erinnerungsstück? Und was macht ihr, um die lange Pause vom Alltag zu füllen? Welche kleinen Projekte stehen auf euren Listen? Vielleicht ist ein bisschen Inspiration für mich dabei 🙂

Nachgenäht: Mundschutz

Dank der tollen Anleitung von Nähtalente.de hab ich heute für uns Mundschutzmasken genäht, da das Tragen solcher Masken ja nun Pflicht wird, wenn man einkaufen möchte. Was ich auch wirklich sinnvoll finde, nur wird es ebenso gewöhnungsbedürftig sein.

Dauernd wird berichtet, dass Schutzausrüstung Mangelware ist. Ich hoffe, mit den selbst genähten Masken (und natürlich dem Daheim-bleiben, Abstand halten und Hände waschen) einen kleinen Beitrag leisten zu können. Je mehr Leute sich eigene Masken nähen, umso weniger werden die Ressourcen belastet – zumindest so meine Wunschvorstellung.

Nachtrag: auf Grund der vielen Nachfragen, neuer Möglichkeiten und einer weiteren Maskenbestellung aus dem Freundskreis, habe ich den Nähprozess dieses Mal dokumentiert und daraus ein winziges Anleitungsvideo gemacht. Wenn’s euch gefällt, gerne teilen und liken 😉

Foto-Anleitung zum Nähen einer Maske aus Baumwollstoff.

Die sehr gute bebilderte Anleitung findet sich unter: http://www.naehtalente.de/Mundschutz-selber-naehen/

Gutes Gelingen!

P.S.: steht ja nirgends, dass ein Mundschutz nicht auch süß aussehen darf. Dachte mir, das macht das Ganze etwas weniger „unheimlich“.

DIY Spielküche

Platzsparend als Stuhlüberzug

Es ist wirklich toll, wenn die Kleinen plötzlich wieder was Neues können oder ausprobieren. Ich bin jedesmal wieder erstaunt! Genauso ging es mir, als mein Kleiner plötzlich, gemeinsam mit seiner Cousine, anfing ‚kochen‘ und ‚essen‘ zu spielen. Die Zeit des ‚Als-ob‘-Spielens hatte begonnen und das ermöglicht eine ganz neue Art der Interaktion mit meinem Stöpsel. Um das kräftig zu unterstützen, wurde fleißig Obst und Gemüse gehäkelt. Fehlte nur noch die Küche für den kleinen Meisterkoch. Diese kommt nun in Form einer platzsparenden Do-it-yourself-Spielküche! Sie wird bei Bedarf einfach über einen Stuhl gezogen und ist sofort einsatzbereit. Braucht man den Stuhl, z.B. weil man Gäste erwartet oder eine Höhle bauen will, ist die Küche blitzschnell zusammengelegt und in einer Schublade verstaut. Perfekt 🙂

Basis: der Überzug

Eigentlich wollte ich einfach eine Stuhlhusse kaufen und es mir leicht machen, aber die Coronakrise durchkreuzte diesen Plan und forderte mich heraus: Stuhlüberzug selber nähen. Links seht ihr, wie ich versucht habe, dieses Unterfangen anzugehen. Mit dem fertigen „Plan“ unter dem Arm, durchforstete ich den Keller nach Stoffreste und wurde fündig: ein fester weißer Leinenstoff, ein dünner rot-karierter Leinenstoff und schwarze Antirutschmatte. Außerdem kam noch Tafelfolie, Pappkarton, Wolle, Acrylfarbe und mehr zum Einsatz. Hier mal eine Übersicht:

Was wurde verwendet:

Für die Stuhlhusse wurden einfach die 5 Stoffstücke zusammengenäht. Erst die Rückwand (weiß) mit der Vorderseite der Lehne (rot), links auf links gelegt und die beiden langen sowie eine kurze Seite mit einem doppelten Geradstich zusammennähen. Eine kurze Seite bleibt offen. Gewendet hat man dann die rechte Seite außen und die Nähte innen. Auf Einsäumen habe ich hier verzichtet.

Dann die Sitzfläche (später der Herd), gefolgt von den beiden Seiten annähen. Jetzt, im Nachhinein, kann ich berichten, dass es einfacher gewesen wäre, erst die Herdplatten (aus der Antirutsch-Matte, siehe unten) auf die weiße Sitzfläche zu nähen, bevor die Sitzfläche mit dem restlichen Überzug verbunden wird. Aber hinterher ist man ja immer schlauer 😀

In meinem Fall habe ich die komplette Stuhlhusse, bis auf die Vorderseite zwischen den Stuhlbeinen, fertiggenäht. An diese Stelle kommt dann der Backofen und hier war ich schon im Vorfeld schlau genug, erst die Backofentür fertig zu stellen, bevor ich den Überzug komplettiere 😉

Der Herd

Der Herd besteht aus 4 rund ausgeschnittenen Stücken schwarzer Anti-Rutschmatte, die an die weiße Sitzfläche angenäht wurden. Das war gar nicht so leicht, schließlich fluscht die Antirutsch-Matte nicht so fein durch die Nähmaschine wie glatter Stoff, hier war etwas Kraft vonnöten. Deswegen sollte man unbedingt darauf achten, dass man alles gut feststeckt.

Der Backofen

Das war eine ganz schön kniffelige Aktion und vermutlich schütteln beim Lesen gleich mehrere BastlerInnen mit mehr Erfahrung den Kopf, aber ich habe mich da einfach so durchgewurschtelt und von Idee zu Idee gearbeitet. Es begann mit dem Deckel eines Pizzakartons, den ich schwarz angemalt habe, damit das helle Grau der Pizzaschachtel nicht durch die Antirutsch-Matte durchscheinen würde. Diesen Karton habe ich dann mit der Antirutsch-Matte beklebt und, als das nicht so richtig gut halten wollte, habe ich den Karton in die Matte eingenäht. An einer Seite habe ich gute 3 Zentimeter mehr Rutschmatte überstehen lassen, um diese Seite später unten an den Rahmen des Backofens (weißer Leinenstoff) annähen zu können.

Als nächstes überlegte ich, wie ein Griff funktionieren könnte. Ein Stück Rundholz, dass ich im Keller gefunden hatte, lag vor mir. Aber mir wollte einfach nichts einfallen, womit ich das an der Backofentür befestigen sollte. Also häkelte ich einen Griff aus hellgrauer und dunkelgrauer Wolle. In meinem Fall war es ein magischer Ring mit 6 Maschen, dann auf 12 verdoppelt, dann jede zweite Masche verdoppelt, damit man 18 Maschen hat. Die 18 Maschen auf die gewünschte Länge hochhäkeln, dann mit Füllwatte ausstopfen und mit abnehmenden Maschen wieder verschließen. Den Griff hab ich dann einfach mit Wollresten an die Antirutsch-Matte dran genäht. Mal schauen, wie lange das hält, wenn die Küche im Dauerspieleinsatz ist 😀

Nun kommt das letzte weiße Leinenstück zum Einsatz. Es sollte so groß sein, wie die vordere Stuhlöffnung und bildet den Rahmen des Backofens. In der Mitte dieses Stoffstückes habe ich ein Quadrat ausgeschnitten, dass ungefähr die Maße der Backofentür hat. Oben blieben 2cm für den Klettverschluss stehen und unten die 3 Zentimeter, an denen die Tür angenäht wird. Jetzt musste nur noch alles zusammengefügt werden. Klettverschluss annähen, Tür annähen, Ränder einsäumen. Die Tür habe ich auf der linken Stoffseite angenäht, so dass sie nach vorne durch die Öffnung klappt.

Zum Schluss, weil ich leider keine schönen großen schwarzen Knöpfe finden konnte, habe ich dann noch Drehknöpfe für Backofen und die Herdplatten aufgemalt. Aus zwei Stoffresten wurde noch schnell eine kleine Tasche die, an der linken Seite des Überzugs befestigt, Platz für Kochutensilien bietet. Als Dekoelement habe ich dann noch Tafelfolie angebracht, die überraschend gut auf dem Stoff hält.

Das Ganze hat jetzt 3-4 Tage gedauert, da ich nicht an der Arbeit dran bleiben konnte. Aber jetzt kann munter drauf los gekocht und gebacken werden.

Für genügend Obst und Gemüse hat ja die Oma schon gesorgt!


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Ausgangssperre mit Kleinkind

Meine Ideensammlung für’s #dahoambleiben

Also wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich bald mit Mann und Kind daheim fest sitze, hätte ich wohl gelacht. Tatsächlich wollte mein Mann letztes Jahr nicht, dass wir ohne ihn nach Deutschland fahren. Er kam mit der für mich vollkommen absurden Idee, was wäre, wenn Deutschland oder Österreich die Grenzen dicht machen würden. Dann wären der Kleine und ich deutsche Staatsbürger und er Österreicher – und somit vielleicht nicht in der Lage zu uns zu kommen. Ich sagte „na du hast vielleicht Paranoia, was soll denn schon passieren, das eine Grenzschließung rechtfertigt?!?!“

Jetzt musste ich meinem schwarzmalenden Ehemann sagen, dass er recht hatte. Man weiß nie was kommt. In diesem Fall ein Virus – der Corona-Virus, der dafür sorgt, dass wir nun seit einer Woche daheim festsitzen. 2 Erwachsene und ein 18 Monate alter Junge, der aktuell nirgends lieber als im Schwimmbad oder auf dem Spielplatz ist. Da muss man kreativ werden.

Die Klopapierrollen-Kugelbahn

Tja, Klopapier haben wir nun wohl alle genug. Ich gebe zu, auch ich besitze derzeit 30 Rollen dieses wertvollen Materials. Und die bereits verbrauchten werden gleich mal kreativ weiterverarbeitet.

Das Häkel-Gemüse

Seit gut 2 Wochen liebt mein Sternenstaubkorn ‚Als-ob-Spiele‘. Wir tun so, als würden wir telefonieren, einkaufen oder eben kochen und essen. Aber für diese Phase war ich nicht gut ausgerüstet und die Online-Shops wollte ich dafür nun auch nicht gleich stürmen. An die Häkelnadel, fertig los – Wollreste zu Gemüse verarbeitet 🙂 Die Oma häkelt aktuell noch Obst, dazu gibts bestimmt noch einen Nachtrag! Übrigens habe ich keine Perfektion walten lassen und auf eine Anleitung verzichtet, so hat das Gemüse Charakter, wie eine liebe Freundin schelmisch meinte. Weitere Sorten sind in Arbeit 🙂

wahre Kunst mit Fingerfarben

Mit Wachsmalstiften oder ähnlichem kann Junior noch nicht wirklich viel anfangen. Er versucht es schon hin und wieder, aber so richtig hat ihn das Malfieber noch nicht gepackt. Aber als ich ihm heute Fingerfarben auf einen Pappteller gepackt und eine Leinwand daneben gelegt hab, gings los! Tisch, Stuhl und Pulli haben auch gleich einen neuen Anstrich bekommen – ohhhjeee. Geht aber alles gut wieder raus!

Farbenspiel

Der Baumarkt hat geschlossen… dabei hatte ich tolle Frühjahrsprojekte. Aber statt schöne kleine Holztäfelchen zu kaufen, hab ich Steine im Garten gesucht und einen Eierkarton umfunktioniert. Ihm gefällt es trotzdem 😀

Basteln

Zugegeben, der einzige Beitrag meines Sohnemannes zu diesem Kunstwerk besteht in seinem süßen kleinen Handabdruck. Er hat aber beim Rest der Katze ganz fasziniert zu geschaut und die Fertigstellung mit einem erfreuten „MIAUUUUU“ kommentiert. Wieder ein Lächeln gezaubert – Job erfüllt 🙂

Osterkarte basteln

Ganz geschwind, so kurz vor Ostern, die Kunstwerke des Kleinen in Osterkarten verwandelt. So können wir ein paar Verwandten, die wir ja leider nicht sehen dürfen, eine kleine Freude schicken 🙂


Musiknotiz

Unser kleines Staubkorn liebt Musik und es wird ständig herumgetrommelt und getanzt. Wer hören möchte, was ihn zuletzt zu einem Trommelsolo mit dem Kochlöffel verführt hat, hier die Wohnzimmersession von DeniZz – viel Vergnügen.

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