Die innere Stimme

Es gibt Dinge, Phänomene, über die liest man in einem Ratgeber, eine Fachbuch, hört davon in der Pädagogik- oder Psychologie-Vorlesung. Das obenstehende Zitat habe ich wirklich schon oft gelesen. Und es hat mir auch eingeleuchtet – es macht einfach Sinn.

Es dann aber zu erleben, ist einfach noch mal eine andere Dimension. Zu sehen, wie sich Körnchens Wortschatz erweitert und welche Ansichten er über sich zum Ausdruck bringen kann, ist soooooo faszinierend. Wenn ihm etwas nicht gelingt, sagt er nicht „Ich kann das nicht.“ Er sagt

„Das kann ich NOCH nicht.“

Wenn er zum ersten Mal auf etwas hoch klettert, sagt er leise vor sich hin:

„Aufpassen. Vorsichtig sein.“

Er versucht es und ich nehme mich zurück. Aber wie es scheint, bin ich in seinem Kopf 😀 Und wenn ihm etwas gelingt, dann ruft er:

„Körnchen schafft das!“

So wie ich mit ihm juble „Jeiii geschafft!“ Das sind nur ein paar wenige Beispiele, aber sie haben mir gezeigt, dass das was ich sage, zu dem wird was er über sich sagt und folglich auch über sich denkt. Jetzt, wo er gerade das Herz auf der Zunge trägt ist es so schön zu sehen, wie das funktioniert. Gleichzeitig macht es aber auch bewusst, wie vorsichtig und achtsam man mit Sprache umgehen muss. Denn auch die niederschmetternden Worte können, oft genug gehört, in die innere Sprache einfließen.

Meine Gedanken zum Sonntag 🙂 gehabt euch wohl 🙂

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