Muttergefühle

So, heute ist also Muttertag. Bereits mein zweiter! Juhu 🙂 Ob meine Mutter sich heute wohl denkt: oh yeah, schon mein 32. Muttertag!!! Ich muss sie das mal fragen. Aber ok, darum soll es hier jetzt nicht gehen. Viel mehr habe ich mir vorgenommen, anlässlich des heutigen Muttertages, ein Erlebnis mit euch zu teilen, das mir letztens widerfahren ist. Und, was noch wichtiger ist, was ich daraufhin beschlossen habe.

Es ist ganz schnell erzählt: ich war mit dem Auto auf der Autobahn und wechselte auf die linke Spur, da sich ein LKW auf dem Beschleunigungsstreifen befand. Der PKW hinter diesem auffahrenden LKW hatte es wohl eilig, denn er zog direkt vom Beschleunigungsstreifen auf die linke Spur. Der aufmerksame Leser erinnert sich, dass ich mich dort befand. Der unaufmerksame Autofahrer hat das aber leider nicht mitbekommen und ich musste richtig richtig fest in die Eisen steigen, um einen Crash zu verhindern.

Das Herz schlug mir bis zum Hals und, ich war dieser Tage bereits etwas nah am Wasser gebaut, ich fing an zu weinen. Denn in meinem Kopf gab es nur einen Gedanken. Mein kleines Sternenstaubkorn ohne Mama. Ohne mich. Ohne zu wissen, wie sehr er meine Welt verändert hatte und wie viel er mir bedeutet. Diese Gedanken verfolgten mich bis nach Hause, wo ich mir ein Notizbuch schnappte und zu schreiben begann.

Die Lösung

Ich denke, ich kann mich insgesamt als eher lösungsorientierten Menschen bezeichnen. Wenn möglich, versuche ich etwas zu finden, dass das Grübeln stoppt oder zumindest verringert. Damit meine ich aber nicht verdrängen, nein. Die Gedanken müssen raus auf dem Kopf, nicht tiefer rein, um es mal bildlich zu benennen. Meine Liebe zum Schreiben ist mir da eine große Hilfe! Wenn mich etwas belastet, ist der Griff zum Stift schon fast vorprogrammiert. Das kann etwas banales sein, wie eine Liste mit Dingen, die noch zu erledigen sind. Oder eine ungefilterte Schimpftirade wegen einer Jobabsage. Oder eben eine Liebeserklärung.

Da ich den Gedanken nur schwer ertragen kann, dass mein Kleiner mich zu früh verliert und dann nicht weiß, wie sehr er geliebt wurde, habe ich beschlossen, es niederzuschreiben. Ein Brief an meinen Sohn, aufbewahrt in der Notfallmappe. Diesen Brief zu schreiben war… puh….hart beschreibt es nicht mal ansatzweise. Die Tempobox wurde ganz schön strapaziert. Aber es beruhigt mich ungemein zu wissen, dass er diese Zeilen haben wird, auch wenn ich hoffe und bete, dass er sie niemals braucht.

Und jetzt muss ich mein Muttertagsglück knuddeln – bis bald 👋

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: