Hausapotheke für die Kleinen

Bär mit Taschentuch, Fieberthermometer und Hustensaft

Mein kleines Staubkorn ist im Moment erkältet, was natürlich kein Weltuntergang ist, aber nunmal auch kein Zuckerschlecken. Wir kennen das ja alle, dieses Paradox aus ‚nur ein kleiner Schnupfen‘ und ‚ich fühle mich hundeelend‘. Die Kleinen trifft es dabei noch härter, weder verstehen sie, warum es ihnen jetzt plötzlich so schlecht geht, noch können sie selbst etwas dagegen tun. Sie können sich auch nicht richtig mitteilen, wo genau es weh tut und was ihnen gut tut. Und für uns Eltern ist der Handlungsspielraum eingeschränkt, weil viele Medikamente noch nicht eingesetzt werden können oder weil man vielleicht auch beschlossen hat, keine Pharmazeutika einzusetzen. Aber ein paar Möglichkeiten gibt es:

Engelwurzbalsam

Oh, ich liebe diesen Balsam, deswegen bekommt er heute auch den ersten Platz in dieser Auflistung. Inzwischen verwende ich ihn sogar selbst, wenn ich erkältet bin. Die Apotheke in unserem Ort stellt diese mit ätherischen Ölen angereicherte Fettsalbe eigens her. Die Lanolin Basis pflegt die Nasenflügel, so werden diese nicht so geschunden und rissig. Und die Öle (Engelwurz, Johanniskraut, Majoran und Thymian) lassen befreit durchatmen! Dank dieser Aromapflege bekommen wir meist trotz Erkältung eine gute Mütze Schlaf. Und das ist Gold wert 😉

Für den Fall, dass der Schnupfen Fahrt aufnimmt und mehr Behandlungsbedarf besteht, empfiehlt es sich noch Kochsalzlösung zum Eintropfen im Haus zu haben. Ab einem Jahr gibt es dann auch schon Nasentropfen mit abschwellender Wirkung. Außerdem ist es gut einen Schleimsauger im Haus zu haben, besonders wenn man stillt. Das kann sonst echt zur Belastungsprobe werden.

Husten bekämpfen

Thymianbalsam

Der nächste Balsam auf meiner Liste hat ähnliche Qualitäten, wie der oben beschriebene Engelwurzbalsam. Das Lavendel-, Sternanis- und Thymianöl lassen das Baby (ab 3 Monaten empfohlen) entspannt durchatmen. Die Salbe wird vor dem Schlafen gehen auf Brust und Rücken aufgetragen (laut Babymassagekurs sollte im Uhrzeigersinn eingecremt werden).

Zwiebeltee/-sud

Ein Sud aus einer halben Zwiebel, gesüßt mit etwas Agavendicksaft oder Honig (ab 1 Jahr) schmeckt gar nicht so schlimm wie es klingt und wirkt Wunder gegen den fiesen Hustenreiz und löst den Schleim.

Thymian-Efeu-Saft

Wer gerne ein Naturheilkunde-Produkt aus der Apotheke kaufen möchte: wir haben sehr gute Erfahrungen mit Thymian-Efeu-Saft zur Bekämpfung von Bronchitis. Ich würde allerdings empfehlen, gleich eine leere Spritze ohne Nadel mit zu kaufen, denn mein kleiner war nicht dazu zu bewegen, den Saft aus dem Messbecher oder einem Schnapsglas zu trinken. Fies wie Mama und Papa manchmal sind, haben wir den Saft mit einer Spritze aufgezogen und ihm so verabreicht.

Brustwickel

Für Wickel möchte ich euch unbedingt das Buch Wickel & Co. – Bärenstarke Hausmittel für Kinder (*Werbung) ans Herz legen. Dieses Buch habe ich jedes Mal in der Hand wenn mein Kleiner krank ist und es wird mich sicher noch lang begleiten. Insgesamt sind die Hausmittel gut beschrieben und erklärt, so fühlt man sich als Mama an die Hand genommen und ziemlich sicher im Umgang mit den Wickeln (Brustwickel, Zwiebelwickel, Wadenwickel usw.)

Wo wir grad beim Thema sind…

Zwiebelwickel

Da mich als Kind des Öfteren die Mittelohrentzündung geplagt hat, brauchte ich kein Buch, um dieses bewährte Hausmittel noch parat zu haben. Ich kann mich sehr gut dran erinnern, dass ich es als kleines Mädchen eigentlich nicht wirklich leiden konnte, ein stinkendes Knäuel um den Kopf herum zu tragen, dann doch aber immer sehr froh war, dass meine Ohrenschmerzen nach lassen. Bis heute kenne ich nichts besseres gegen Ohrenschmerzen. Und das nicht nur, weil die brennenden Augen von den Ohrenschmerzen ablenken 😉 Einfach eine klein geschnittene Zwiebel in die Mitte eines Geschirrtuchs legen, das Geschirrtuch darüber verdrehen, so dass die Zwiebelstücke zu einem kleinen Ball geformt werden und dann rauf auf’s Ohr. Mütze oder Stirnband drüber, fertig.

Ausbaufähig 🙂

Soweit mal eine kurze Zusammenfassung jener Hilfsmittel, die oft im Einsatz sind. Ich werde die Liste sicher noch erweitern und immer wieder aktualisieren, sobald ich was getestet habe oder eine neue Entdeckung gemacht habe.

Welche Hausmittel habt ihr in Verwendung? Was empfehlt ihr immer wieder gerne anderen Mamis?


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2 Comments on “Hausapotheke für die Kleinen”

  1. Vorab muss ich loswerden: Danke für den tollen Blog – stöbere immer wieder gerne rein 🙂
    Ich bin – soweit möglich – ein Verfechter der „hämmerlosen“ Medikation bei meinem Krümel und auch bei mir selber. Bei so hartnäckigen Monstern wie letztens Streptokokken war ich mit meinem homöopathischen Hausapothekenlatein aber leider am Ende – da kam ich um die Pharmakeule in Form von Antibiotika einfach nicht mehr drum herum.
    Aber wenn es sich „nur“ um eine Erkältung handelt kann ich z.B. Kinder Luuf empfehlen – muss aber dazu sagen, dass ich diesen Balsam nicht wie angegeben einreibe (finde Eukalyptus, Kampfer & Co zu scharf für empfindliche Kinderhaut und mag auch keine Erdölprodukte darauf geben – aber da hat jeder seinen eigenen Vogel ;), sondern auf eine feuchte Stoffwindel gebe und die hänge ich dann entweder neben das Bettchen oder über die Heizung. Mein Kleiner bekommt dann viel besser Luft und schläft dann natürlich auch deutlich besser.
    (Hohes) Fieber – bekomme ich oft mit Essigpatscherln in den Griff. Klappt nicht immer (je nach Ursache), aber einen Versuch ist es wert.
    Bei Verletzungen kann ich kolloidales Silber (verhindert schlimme blaue Flecken und desinfiziert gleichzeitig auch ein wenig) und Arnika-Globuli empfehlen. Beide sind bei und als Zauberspray bzw. als Zauberkugelen bekannt und werden sehr gut angenommen – allein die Erwähnung mildert „das große Drama“ schon ergeblich 😉
    Mir würden no gefühlt 1000 Dinge einfallen, aber ich glaube ich sprenge jetzt schon den Kommentarrahmen – sorry dafür :-\ Was ich aber unbedingt noch loswerden möchte: Die Dosis macht das Gift! Damit will ich sagen, dass Mittel wie koll. Silber, Globuli, etc. nicht inflationär oder in zu großen Mengen/zu kurzen Intervallen/… gegeben werden sollten – da muss man schon aufpassen, auch wenn es sich „nur“ um Homöopathie handelt.

    • Vielen lieben Dank Mrs. B, das sind tolle Tipps und Anregungen!
      Wir haben leider auch schon zu Antibiotika und Co greifen müssen, und das hat auch seine Berechtigung – wir können froh sein, dass es diese Mittel gibt. Und genau, wie du sagst: alles mit Bedacht!
      Ich finds toll, dass du dir so viele Gedanken gemacht hast und sie mit mir/uns teilst 🙂
      Und ich kann gar es grad gar nicht fassen, dass ich die Essigpatscherln in meiner Liste vergessen habe – die sind nämlich bei uns auch das Mittel der Wahl gegen Fieber!

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