Der Schluckauf-Moment

Mein Sohn hatte furchtbar oft Schluckauf, als er noch ein Bewohner meines Körpers war. Das war oftmals süß und beruhigend, nachts um drei aber auch manchmal etwas… schlafraubend – gelinde ausgedrückt 😉

Ultraschallbild

Doch die Geburt trennte uns voneinander, machte uns zu zwei getrennt voneinander existierenden Individuen. Da gab es Momente, in denen ich es vermisste, mein kleines Staubkorn gut behütet in mir zu wissen. Und ich hatte das Gefühl, ich müsse ihn erst wieder kennenlernen… ich sah ihn an und fragte: „bist du noch das kleine Wunder, das so viele Wochen und Monate in mir herangewachsen ist?“

So glücklich ich über die Geburt war, so traurig war ich auch über den Verlust dieser intensiven Verbundenheit. Hormongeladen wie man nun mal nach einer Geburt ist, beweinte ich diesen Verlust sogar. Bis…

… er zum ersten Mal außerhalb meines Körpers Schluckauf hatte. Da wusste ich es – er war immer noch mein kleines Wunder. Ich erkannte ihn wieder. Mir treibt es die Tränen in die Augen, während ich das hier schreibe, so überwältigend war der Moment.

Seit dem ist viel Zeit vergangen und es gab weitere kleine, natur- und entwicklungsbedingte Loslösungen. Und jedes Mal wenn mich dieser Umstand wieder etwas traurig macht, denke ich an den *hicks* Schluckauf.

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