Gewalt gegen Kinder

„Dann geh ich eben und lass dich allein“

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Wer mir auf Facebook folgt hat vielleicht schon meinen Post zum Kinderbuch „Leo Lausemaus hat schlechte Laune“ gesehen. Heute könnte ich ein Kinderbuch mit dem Titel „Körnchen Sternenstaub hat schlechte Laune“ schreiben, denn ich habe heute nur müdes quengeln und sehr viel Nein Nein Nein zu hören bekommen. Und wenn alles nicht geholfen hat und der Unmut nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht werden konnte, dann wurde ich auch einfach mal mit der flachen Hand ins Gesicht gepatscht.

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Welt-Frühgeborenen-Tag

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Zum heutigen Welt-Frühgeborenen-Tag dachte ich mir, schreib ich euch einen kurzen Beitrag zum Thema Frühchen. Tatsächlich ist per definitionem auch mein kleines Körnchen damals ein Frühchen gewesen, denn er kam in der SSW 36+0 zur Welt, was leider auch dazu führte, dass er in den ersten Tage noch etwas zusätzlichen Unterstützungsbedarf benötigt hat. Aber zu unser aller Glück war er ein kräftiges Kerlchen 🙂

Frühchen – was bedeutet das?

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Kleine Weihnachtsbäckerei

Welche Form haben eigentlich die Kekse im Hause Sternenstaub?

Kekse

Mitte November – eigentlich noch etwas früh, um Kekse zu backen. Zumindest für meine Verhältnisse. Aber der nächste Lockdown steht vor der Tür und die Laune ist sowieso schon nicht mehr die Beste, also habe ich heute beschlossen, mit dem großen Backen zu beginnen. Mal schauen, wie viele Kekssorten wir bis Weihnachten schaffen 🙂

Backen hat natürlich gleich 2 Vorteile: Mama und Kind sind beschäftigt UND man bekommt danach (wenn alles gut geht) etwas leckeres zum Naschen. Und, das soll auch nicht unerwähnt bleiben, wenn man Kekse backt, darf man Weihnachtslieder hören. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz 😉

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Der eigene Weg

Ich möchte heute über etwas schreiben, das mir keine Ruhe lässt. Gleichzeitig soll es auch ein Aufruf für zwei Dinge sein: Liebe Eltern, traut euch, euren eigenen Weg zu gehen!

Und an alle anderen: bitte übt euch etwas in Zurückhaltung!

Warum schreibe ich das?

Wie ich an anderer Stelle (hier) schon ausgeführt habe, ist Feinfühligkeit der Schüssel zu einer sicheren Bindung, die wiederum eine sehr wichtige Basis für eine gesunde Entwicklung darstellt. Ich vermute, dieses Gespür für die Signale des Babys wird oftmals als Bauchgefühl oder Mutterinstinkt betitelt. Wie ihr es auch nennen wollt, in den allermeisten Fällen ist die primäre Bezugsperson, nach einer Phase der Gewöhnung, ein Experte in Sachen „frühkindliche Signale deuten“ und das dahinterstehende Bedürfnis zu identifizieren und zu befriedigen. In der Familienbegleitung ist es ein schönes und auch amüsantes Phänomen, wenn Mütter bei ersten Besuch nach der Geburt berichten „Ich habe überhaupt keine Ahnung, warum es jetzt weint!“ und beim nächsten Besuch 4 Wochen später hört man „Oh, warten sie kurz, da hat jemand Hunger!“.

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„Du verwöhnst das Kind!“

Das habt ihr bestimmt alle schon mal gehört, stimmt’s? Ein absoluter Klassiker aus der letzten und vorletzten Elterngeneration. Unter den Top 3 mit “der tanzt dir später auf der Nase herum” und “Kinder brauchen Grenzen, sonst werden sie Tyrannen!”.

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Aber stimmt das überhaupt? Verwöhnen wir heute unsere Kinder, in dem wir gleich auf ihr Weinen reagieren, sie viel und gerne tragen, nicht in den Schlaf schreien lassen und dergleichen?

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Muss mein Kleinkind teilen?

Wir Menschen sind soziale Wesen. Selten war uns das so bewusst wie jetzt, wo Abstand und Kontaktreduktion die Devise ist. Und auf das Leben in einer Gemeinschaft wollen wir unsere Kinder natürlich vorbereiten. Sie sollen Manieren haben, Bitte und Danke sagen, hilfsbereit sein und teilen. Teilen sie nicht und reißen ihre Spielsachen mit einem vehementen „Meins!“ aus den Händen eines anderen Kindes, fühlen wir uns plötzlich unwohl und machen uns Sorgen. Machen wir was falsch? Wird unser Kind so je Freunde finden? Und und und.

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Gemeinsam „unperfekt“

eine #gutgenug Sammlung

Das war eine wirklich harte Woche… Tag 7 auf der Migräne-Uhr, 4x beim Arzt. Zweimal heute, nur kurz mittags daheim. Und dann war ich zu müde, um auch noch was vernünftiges zu Kochen. Unser Mittagessen daher heute: Grissini mit Kräuterquark zum dippen, dazu Käsewürfel und Trauben. Körnchen war zufrieden, ich immerhin satt. Ich betrachtete mit zerknautschtem Gesicht die Reste und seufzte. Nun gut, so sieht es hier ja nicht jeden Tag aus. Für heute und für die Umstände ist es aber gut genug. Und beim Gedanken an ‚gut genug‘ musste ich wieder an die Facebook-Gruppe zu Nora Imlaus Kreativwerkstatt denken. Dort sind durch den Austausch zu den einzelnen Modulen nämlich ganz tolle Menschen zusammengekommen und begannen vor zu, sich gegenseitig von ihren Durchbrüchen, Sorgen, Herausforderungen und Strategien zu erzählen, mit denen sie durch ihren Alltag kommen.

Im Anschluss an das 6. Modul eröffnete eine Teilnehmerin auf Facebook einen Post, in dem sie die anderen bat, zu erzählen, wo man sich das Leben leichter macht oder machen kann, wo man den Perfektionismus ablegt und sich selbst die Erlaubnis gibt, Dinge nicht zu tun, weil die Kraft dafür aktuell fehlt. Die Resonanz auf den Post war wundervoll und es kam eine tolle Sammlung zusammen.

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Ausdruckslos

Wie sich fehlende Mimik auf die kindliche Entwicklung auswirkt

Still Face Experiment

von Dr. Edward Tronick

Für das Video zum Experiment hier oder auf das Foto klicken.

Ist eine wichtige Bezugsperson bereits in frühen Phasen der kindlichen Entwicklung nicht in der Lage, mit einem Baby in Interaktion zu treten und seine Gefühle zu spiegeln, hat das gravierende Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Das reine Funktionieren als Mutter oder Vater, ein ausdrucksloses oder abgewandtes Beschäftigen mit dem Kind, Beschränkung der Interaktion auf wickeln, füttern, anziehen und ähnliches – derlei Handlungen können zu depressiven Interaktionsmustern bei Säuglingen und Kleinkindern führen. Zurückgezogene, distanzierte und resignierende Babys, die auch im Kontakt mit anderen Personen kein Lächeln oder eine andere mimische Reaktion zeigen, können die Folge sein. Wiederholt fehlgeschlagene Bemühungen um die Aufmerksamkeit der Bezugsperson können zu unruhig, dysregulierten Reaktionen oder passiv-defensiven Haltungen führen. Langfristig sind Entwicklungsverzögerungen bis ins Schulalter möglich.

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„Mein Familienkompass“

„Was brauch ich und was brauchst du“ von Nora Imlau

Buchrezension

Das unten genannte Zitat von Jill Churchill hat mich in meiner Anfangszeit als Mama wie ein Mantra begleitet. Ich hatte es auf eine kleine Tafel geschrieben und gut sichtbar in der Küche aufgestellt, als stete Erinnerung. Mir hat das ungemein gegen mein inneres Streben nach Perfektion geholfen und somit den Druck, perfekt zu sein, herausgenommen. Die Kehrseite der Medaille: es gibt eine Millionen Wege! Das wiederum kann zu Überforderung und große Unsicherheit führen, man verirrt sich im Labyrinth der Ratgeber, Elternkurse, Strömungen, Foreneinträgen, Blogposts… Immer auf der Suche nach einer Bestätigung, einer Rückversicherung, dass man diese sooo wichtige Aufgabe richtig oder gut genug macht.

„There’s no way to be a perfect mom and a million ways to be a good one.“

— Jill Churchill

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Wieso eigentlich immer beim Einkaufen?

Es ist Samstag Vormittag und ich frage das Körnchen: „na, willst du mit zum Einkaufen?“ Er jubelt, ruft: „Hofer!“ und rennt zur Tür. Ich muss die Begeisterung nochmal dämpfen, denn ohne Hose geht’s nicht. Schuhe braucht man auch noch, wie anstrengend. Aber das Körnchen lenkt ein und wir fahren los.

Auf dem Weg zählt er die Dinge auf, die er einkaufen möchte. Pufuleti und Quetschies müssen unbedingt in den Wagen. Und Butter brauchen wir auch. Oh, und Apfelsaft! Wir hören Musik und die Stimmung ist toll. So toll, dass er auf dem Parkplatz direkt loslaufen will, um sich einen kleinen Wagen zu holen. Was ich wiederum einbremsen muss, damit ihm nichts passiert. Es ist immerhin ein Parkplatz, samstags vor einem Discounter!

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